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Pflege der Stelen


Im Laufe der Zeit haben die Stelen unter Wettereinflüssen gelitten. Die Erneuerung des Anstrichs reichte nicht mehr aus. Damit die Gedenksteine ihre Funktion länger und besser erfüllen, wurde der Schriftzug in Metall geprägt. Als zusätzliche Information wurden die Gedenksteine nummeriert und ein Kurzname für die Homepage hinzugefügt: tm45 als Abkürzung von Todesmarsch 1945.

Durch tatkräftigen Einsatz von F.Vladi wurden die Stelen damit versehen.


Einweihung einer Gedenktafel bei Clausthal-Zellerfeld


Am Freitag, dem 13. April 2007 berichtete die Goslarsche Zeitung für den Oberharz unter der Überschrift "Gegen das Vergessen" über die Einweihung einer Gedenktafel am Parkplatz Entensumpf bei Clausthal-Zellerfeld

Antje Heilmann schrieb:
"Leopold Claessens trägt einen schwarzen Anzug. Wie bei einer Beerdigung. Hinter ihm steht eine Tafel mit der Überschrift: "Wegzeichen – April 1945 – Todesmärsche im Harz – Gedenken". Und er hat Tränen in den Augen. Er stockt. Dann holt er tief Luft.
"Ich danke dem Verein Spurensuche im Namen aller Häftlinge." Verstohlen wischte sich Leopold Claessens über die Augen. Seine Zuhörer ahnen: Es sind schmerzhafte Erinnerungen, die ihm durch den Kopf gehen. Leopold Claessens ist ein Überlebender."

Am 12. April 2007 trafen sich ehemalige Deportierte aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden sowie Angehörige mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Spurensuche und Oberharzer Bürgern, um eine Gedenktafel einzuweihen. Grußworte überbrachten: Walter Lampe (Bürgermeister der Samtgemeinde Oberharz), Claus Jähner (Vorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge Goslar), Klaus Liebieg (stellvertretender Landrat Osterode) und Dr. Jens-Christian Wagner (Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora).

"Zeitzeugen erinnern sich
Warm scheint die Sonne auf den Waldparkplatz. Vögel zwitschern. Ein Zitronenfalter flattert durch die Reihen. "Kaum zu glauben, dass in einer solch schönen Landschaft diese schrecklichen Dinge geschehen sind", habe eine amerikanische Fernsehjournalistin zu ihm gesagt, als er mit ihr im Sommer 1994 durch den Harz fuhr.

Das berichtet Albert van Dijk. Der Gefangene Nummer 7646 kommt als 17-Jähriger in das Konzentrationslager(KZ)Mittelbau-Dora. "Hier habe ich die dunkelsten Seiten des Daseins erlebt. Leben kann man das nicht nennen", sagt Van Dijk mit fester, ernster Stimme. Seine Aufgabe damals: Leichenzähler. Der Jugendliche musste jedem toten Mitgefangenen, den die Wächter an ihm vorbei trugen, die Häftlingsnummer auf die Stirn schreiben und in ein Verzeichnis übertragen. "An meinem 20. Geburtstag war mein wichtigstes und einziges Geschenk: mein eigenes Leben", sagt er.
Albert von Dijk hat freundliche Augen, die hinter Brillengläsern funkeln, und ein sympathisches Lachen.
"Er hegt keinen Groll gegen uns Deutsche", sagt Firouz Vladi, Sprecher des Arbeitskreises Spurensuche Südharz. "Davor habe ich große Achtung."
Der Holländer van Dijk gehörte zu jener Marschgruppe, die durch Gardelegen zog. Nur durch Zufall war er nicht unter den Menschen, die dort in einer Scheune lebendig verbrannt wurden.
"Es bedeutet mir viel, dass ich heute, nach 62 Jahren, hier sein kann", sagt van Dijk."

Leopold Claessens aus Belgien, Louis Garnier aus Frankreich und Albert von Dijk aus Holland enthüllten gemeinsam die Gedenktafel, die über die Todesmärsche im Harz informiert.

A. Heilmann gab außerdem die Gedenkworte wieder, das Gedenken an die, "an deren Gräber wir keine Blumen bringen können. Wir versprechen, Euer Gedenken vor dem Atem der Zeit zu schützen."



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Nach den ersten Schritten sind weitere gefolgt, doch noch immer hinken wir unserer Planung hinterher. Auch gelingt es nicht immer, aktuell zu sein.
Manches Unfertige, vieles Fehlende bitten wir zu entschuldigen, über konstruktive Kritik und Tipps freuen wir uns.


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