Außenlager und Zwangsarbeit in Osterode

Der Landkreis Osterode am Harz war in den letzten Kriegsjahren ein Schwerpunkt der verarbeitenden Industrie und der Rüstungswirtschaft. Diese Entwicklung führte zum zunehmenden Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen. Am Beispiel der Stadt Osterode lässt sich die Gesamtheit der Lagertypen von Fremdarbeiterlagern bis hin zu KZ-Außenlagern aufzeigen.
Neben den noch heute aufzufindenden Spuren geben Erinnerungen an die Zeit in Osterode, die ein heute in Kanada lebender früherer Zwangsarbeiter niedergeschrieben hat, einen Einblick aus der Sicht eines Betroffenen.

Bis Ende der 80er Jahre unterlag dieses Thema im öffentlichen Erinnern und Gedenken dem Vergessen. Erst durch die erfolgreiche Gründung von Initiativen konnte die Erinnerung an die NS-Vergangenheit wachgerufen werden und eine Auseinandersetzung über diesen Teil der Lokalgeschichte stattfinden. Diese lokale Erinnerungsarbeit erfolgt durch Anregung, Durchführung und Unterstützung von Forschung und Dokumentation sowie von Veranstaltungen und Exkursionen. Auf kommunaler Ebene wird und wurde die Errichtung und inhaltliche Begleitung von Stätten der Erinnerung initiiert.

Gedenkstein u. G. Maruhn
Vorbereitungen für die Enthüllung der Gedenktafeln am 27. April
Gerhard Maruhn aus Osterode/La-Pe-Ka bei der Arbeit
Bearbeitung des Gedenksteins
Einpassen der Gedenkplatte durch G. Maruhn und F. Vladi
Gedenkstein
Auch im Stadtteil Freiheit wird mit einer Informationstafel, die am 27. April eingeweiht wurde, an ein KZ-Außenlager erinnert.
Aufsteller Heber

Bei der Errichtung dieses Gedenkortes wurde die Ar Ge Spurensuche Südharz dankenswerterweise mit Rat, Tat bzw. finanziell unterstützt durch: Stadtdirektor Enno Mönnich und Stadtarchivar Ekkehardt Eder, Osterode am Harz, IGMetall Goslar-Osterode in Osterode, KVHS Osterode und KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.


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