NORDHAUSEN           OSTERODE AM HARZ           SANGERHAUSEN



D. August, F. Vladi Guthmann, Böttner, Dempwolf


Entstehung und Organisation - Geschichte
Aus einem Seminar der niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora 1996 in Walkenried und einer dort gebildeten Arbeitsgruppe zu KZ-Außenlagern der III. SS-Baubrigade in vier Südharzgemeinden entstand im April 1997 die Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion. Sie war - ohne feste Mitgliedschaft - eine Vereinigung von etwa 40 Heimatforschern und Wissenschaftlern des Südharzes in den Ländern Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt und umfasste die drei Landkreise Osterode, Nordhausen und Sangerhausen.
Die ArGe bot ein Forum für den Gedanken- und Informationsaustausch. Die gemeinsame Arbeit wurde in vierteljährlichen Treffen strukturiert. Hinzu kamen Maßnahmen und Veröffentlichungen einzelner Mitglieder, Gruppen und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Errichtung von Gedenkeinrichtungen. Es bestand ein rotierendes Sprecheramt.

Gündel, Wagner Kulbe Klinger

Aktivitäten
Die ArGe kooperierte eng mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, den Vereinen Spurensuche Goslar e.V. und Jugend für Dora e.V., den Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung der Südharzregion.
Von Anfang an standen neben der Forschungstätigkeit die Errichtung von Stätten der Erinnerung, von Gedenksteinen und -tafeln, die die ArGe selbst vornahm oder auf kommunaler Ebene initiierte und fachlich begleitete ebenso im Vordergrund wie Veranstaltungen, insbesondere zum 27. Januar eines jeden Jahres als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, Exkursionen, Tagungen, Veröffentlichungen, Ausstellungen und Vorträge.
Bedeutenden Raum nahm das Wegzeichenprojekt Westharz zur Dokumentation der drei Westharzer Todesmärsche vom April 1945 mitsamt der Errichtung von Gedenkstelen ein.
Damit wollte die ArGe Spuren helfen, die Erinnerung wachzuhalten und so Folgerungen auch für das eigene Verhalten in der Gegenwart zu ziehen. Diese aktive Erinnerungsarbeit soll Zivilcourage wecken und das Engagement für die Gestaltung einer demokratischen, die Menschenrechte achtenden Gesellschaft stärken.

Im Laufe von 10 Jahren gab es genug Aufgaben, aber leider nicht genug personelle Erneuerung. Wegen verschiedener persönlicher und beruflicher Gründe sah sich auch der "harte Kern" nicht mehr in der Lage, neue Projekte anzugehen, so dass die Ar Ge Spurensuche ihre aktive Arbeit mit der Einweihung der Gedenktafel auf dem Parkplatz Entensumpf bei Clausthal-Zellerfeld im April 2007 einstellen wollte.
Dass dieses nicht von einem auf den anderen Tag möglich ist, war uns klar. So mussten z. B. die Witterungsschäden an einigen Stelen beseitigt werden, damit sie weiter an die Todesmärsche im Westharz erinnern. Da die Schäden an einigen Stelen so stark waren, dass die Schriftzüge nicht mehr lesbar gemacht werden konnten, wurden an den Stelen entsprechende Metallbuchstaben angebracht. Die weitere Pflege übernimmt dankenswerterweise die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
Weiterhin sollen die im Laufe der Zeit gesammelten Informationen zur Verfügung stehen, wenn möglich noch ergänzt werden. Hauptsächlich soll dies über diese Seiten im Internet erfolgen, aber auch die bisherigen Ansprechpartner bleiben.

Ansprechpartner
Thüringen: Jörg KULBE (Sprecher der ArGe)
p/A KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Kohnsteinweg 20, D-99734 Nordhausen
Fax (03631) - 4958-13, E-Mail: besucheranmeldung@dora.de

Niedersachsen: Firouz VLADI, D-37520 Osterode am Harz
Fax (05522) 71036, eMail: fvladi@t-online.de

Spendenkonto der ArGe Spurensuche
Nr. 37 006 889, Kreissparkasse Nordhausen (BLZ 82054052)

Dank für Unterstützung
Wir bedanken uns für finanzielle Unterstützung, aber auch für Beratung und tatkräftige Hilfe bei der Errichtung von Gedenkorten und der Durchführung von Gedenkveranstaltungen. Dieser Dank richtet sich an die Landkreise Goslar und Osterode, an die Städte und Gemeinden Bad Grund, Bad Lauterberg, Bad Sachsa, Braunlage, Brocken bzw. Elend, Herzberg, Osterode und Walkenried bzw. Wieda, an die Berufsbildenden Schulen und die KVHS in Osterode, die Kirchengemeinden St. Salvatoris in Clausthal-Zellerfeld und Trinitatis in Braunlage, an die Forstämter in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, an die Harzwasserwerke, an Betriebe und Firmen wie AEK Interform (Herzberg), Autohaus Tschuck (Osterode), Eisengießerei Königshütte (Bad Lauterberg), Fa. Bernd Kunze (Herzberg), Fa. Borgstedt (Osterode), Fa. Fels (Kalkwerk Gillersheim), Fa. Petrusky (Bad Lauterberg), Kalkwerk Münchehof (Werner und Horenberg), MMG Glastechnik GmbH (Goslar), Steinmetzbetrieb Fehling (Herreden) und an die IG Metall Goslar-Osterode in Osterode.


   Haftungsausschluss

Impressum
Redaktion: Margret Klinger, 37412 Herzberg, Northeimer Str. 120
Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion

März 2008
Beiträge auch von: W. Böttner, K. Dempwolf, Dr. W. Domröse (MdL), Dr. P. Eckardt (MdB), Dr. K. Hoffmann, M. Jaeger, F. Knolle, Dr. C. Kuepper-Eichas, J. Kulbe, R. Monicke, N. Schmidtchen, Dr. W. Struve K. Vegelahn, F. Vladi, Dr. J.-Ch. Wagner


nach oben

Zur Eingangsseite